IBAN beim Kontowechsel: So läuft die Kontowechselhilfe 2026
Wie die Kontowechselhilfe rechtlich funktioniert
Mit dem Zahlungskontengesetz (ZKG) hat Deutschland die EU-Zahlungskontenrichtlinie umgesetzt. Das gesetzliche Verfahren setzt eine Bevollmächtigung und die Mitwirkung der beteiligten Zahlungsdienstleister voraus; die jeweiligen Auskunfts-, Informations- und Übertragungsfristen sind im ZKG geregelt.
Sie erteilen der neuen Bank eine Wechselvollmacht. Ob Zahlungsaufträge, Lastschriftmandate und Zahlungseingänge automatisch berücksichtigt werden, richtet sich nach dem beauftragten Umfang und den gesetzlichen Verfahrensschritten. Einzelne Zahlungsempfänger oder Plattformen müssen Sie gegebenenfalls selbst informieren.
| Verpflichtung | Frist | Konsequenz bei Verstoß |
|---|---|---|
| Datenbereitstellung der alten Bank | Nach Ermächtigung und gesetzlicher Frist | Nach ZKG und Pflichtverletzung prüfen |
| Information an Zahler/Empfänger | Nach Datenempfang und gesetzlicher Frist | Nach ZKG und Pflichtverletzung prüfen |
| Entgelte | Nach ZKG und beauftragtem Verfahren prüfen | Ansprüche nach ZKG und Pflichtverletzung prüfen |
| Informationen zu Zahlungseingängen und Lastschriften | Rückblick auf die gesetzlich erfasste Periode; eine automatische Weiterleitung alter Eingänge sollte nicht vorausgesetzt werden | Verfahren und Ansprüche nach ZKG prüfen |
Was Sie selbst tun müssen — und was nicht
Was im beauftragten gesetzlichen Verfahren berücksichtigt werden kann: ausgewählte Lastschriften, Daueraufträge und wiederkehrende Zahlungseingänge. Umfang, beteiligte Zahlungsempfänger und erforderliche eigene Meldungen richten sich nach Vollmacht und Verfahrensschritten.
Was Sie selbst machen sollten: einmalige oder seltene Zahlungsquellen (Honorarempfänger, gelegentliche Erstatter) manuell informieren — die Bank kennt sie nicht. Außerdem: PayPal, Amazon, eBay und ähnliche Plattformen müssen Sie selbst aktualisieren, wenn Sie dort Lastschriftmandat oder Auszahlung hinterlegt haben.
Wenn doch etwas schiefläuft
Bei nicht berücksichtigten Aufträgen oder fehlgeschlagenen Lastschriften prüfen Sie zunächst die Vollmacht, das Verfahren und die beteiligten Zahlungsdienstleister. Mögliche Ansprüche richten sich nach dem ZKG und dem Einzelfall; wenden Sie sich an den zuständigen Vertragspartner. Bei Verzug oder Schaden: Beschwerde bei der BaFin und ggf. zivilrechtliche Schadensersatzforderung.
Häufige Fehlerquelle: Lohnzahlung des Arbeitgebers. Trotz Bank-Information aktualisiert die Personalabteilung die IBAN manchmal nicht rechtzeitig. Lösung: Beim Arbeitgeber zusätzlich aktiv die neue IBAN melden (kein Verlassen auf die Bank-Info-Mail allein).
Zusammenfassung
- Die Kontowechselhilfe richtet sich nach dem ZKG-Verfahren, einer Bevollmächtigung, teilnehmenden Zahlungsdienstleistern und den jeweiligen Fristen.
- Die neue Bank berücksichtigt im beauftragten ZKG-Verfahren die gesetzlich erfassten Informationen und Aufträge; Umfang und eigene Meldungen richten sich nach Vollmacht und Verfahrensschritten.
- Informationen zu Zahlungseingängen und Lastschriften können im gesetzlichen Rückblickzeitraum bereitgestellt werden; eine automatische Weiterleitung nach Kontoschließung wird nicht zugesagt.
Häufig gestellte Fragen
Kostet die Kontowechselhilfe etwas?
Wie lange läuft die Weiterleitung von Eingängen auf die alte IBAN?
Funktioniert das auch bei Auslandskonten?
Wann kann ich das alte Konto schließen?
Quellen
Im Glossar
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