SEPA-Lastschrift (SDD)

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SDD (SEPA Direct Debit) ist das einheitliche Lastschriftverfahren: der Zahlungsempfänger zieht auf Basis eines Mandats Beträge vom Konto des Zahlers ein.

Es gibt zwei Varianten: SDD Core steht grundsätzlich allen Zahlern offen und sieht für autorisierte Einzüge ein Rückgaberecht von acht Wochen sowie bei fehlendem Mandat gesonderte Fristen vor. SDD B2B richtet sich an Nichtverbraucher; bei einem autorisierten B2B-Einzug besteht grundsätzlich kein Erstattungsrecht im Verfahren, während nicht autorisierte Vorgänge und sonstige Rechtsbehelfe gesondert zu prüfen sind. Jede Lastschrift erfordert ein Mandat; Mandatsreferenz, Gläubiger-ID und Pre-Notification richten sich nach Scheme und Bankbedingungen.

Was ist der Unterschied zwischen SDD Core und SDD B2B?

Das SEPA-Lastschriftverfahren kennt zwei Varianten. SDD Core ist grundsätzlich für alle Zahler nutzbar; ein autorisierter Einzug kann innerhalb von acht Wochen zurückgegeben werden. SDD B2B steht Nichtverbrauchern offen; bei autorisierten Einzügen besteht grundsätzlich kein Erstattungsrecht im Verfahren. Nicht autorisierte Vorgänge, Mandatsmängel und weitere Rechtsbehelfe sind davon getrennt zu prüfen. Beide Varianten basieren auf Mandat, Gläubiger-ID und Mandatsreferenz.

Wie lange kann ich eine SEPA-Lastschrift zurückgeben?

Die Rückgabefrist hängt von Variante, Autorisierung und Mandat ab. Bei SDD Core kann ein autorisierter Einzug grundsätzlich innerhalb von acht Wochen zurückgegeben werden; bei fehlendem Mandat gelten gesonderte gesetzliche Fristen. Bei einem autorisierten SDD-B2B-Einzug besteht grundsätzlich kein Erstattungsrecht im Verfahren. Nicht autorisierte Vorgänge und weitere Rechtsbehelfe sind gesondert zu prüfen. Für künftige Einzüge muss zusätzlich das Mandat widerrufen werden.

Was ist die Vorabankündigung (Pre-Notification)?

Die Vorabankündigung, im Regelwerk Pre-Notification genannt, informiert den Zahler im jeweils anwendbaren Lastschriftverfahren über Betrag und Fälligkeitsdatum. Im üblichen SEPA-Verfahren gilt grundsätzlich eine Vorlaufzeit von 14 Kalendertagen; das Mandat oder eine andere Vereinbarung kann eine kürzere Frist vorsehen. Eine Rechnung, E-Mail oder ein vereinbarter Zahlungsplan kann die Information über Betrag und Fälligkeit enthalten. Form, wiederkehrende gleichbleibende Beträge und weitere Angaben richten sich nach dem Mandat, Rulebook und den Bankbedingungen.

Warum wird eine Lastschrift zurückgegeben (R-Transaktionen)?

Kommt eine Lastschrift nicht wie vorgesehen zustande, wird sie als sogenannte R-Transaktion abgewickelt — der Sammelbegriff für Rückabwicklungen, deren Bezeichnungen meist mit R beginnen. Die häufigsten Gründe sind mangelnde Kontodeckung, ein widersprochener Einzug (Refund), ein fehlendes oder ungültiges Mandat, ein erloschenes oder gesperrtes Konto sowie eine falsche IBAN. Man unterscheidet unter anderem Reject (Ablehnung vor Verrechnung), Return (Rückgabe nach Verrechnung durch die Zahlerbank), Refund (Erstattung auf Wunsch des Zahlers), Reversal (Rückruf durch den Gläubiger) und Refusal (Ablehnung durch den Zahler vor Einzug). Entgelte, ihre Weiterberechnung und mögliche Folgen für den Gläubiger richten sich nach Bankvertrag, Scheme und geltendem Recht. Eine Rückmeldung kann über den verfügbaren Bankkanal erfolgen, etwa mit einer passenden ISO-20022-Nachricht wie camt.053 oder camt.054; das ist keine Zusage für jedes Konto oder jeden Kanal.

Quellen

Verwandte Begriffe

In diesen Ratgebern erwähnt

Häufig gestellte Fragen

Welche Angaben braucht eine gültige SEPA-Lastschrift?
Eine SEPA-Lastschrift benötigt im anwendbaren Scheme ein gültiges Mandat und die dort erforderlichen Gläubiger-, Mandats- und Zahlungsdaten, etwa IBAN, Betrag und Fälligkeitsdatum. Ohne gültiges Mandat ist der Einzug nicht autorisiert; für Rückgabe- und Erstattungsfristen gelten Verfahren und Gesetz.
Kann ich eine Lastschrift ganz verhindern?
Sie können das Mandat gegenüber dem Gläubiger widerrufen, damit die vertragliche Grundlage für künftige Einzüge endet; informieren Sie zusätzlich Ihre Bank. Unabhängig davon kann die Bank einzelne Gläubiger oder das Konto nach ihren Verfahren sperren. Eine bereits erfolgte autorisierte SDD-Core-Lastschrift können Sie grundsätzlich innerhalb von acht Wochen zurückgeben lassen; die Rückgabe beendet das Mandat nicht automatisch.
Was bedeutet SDD?
SDD steht für SEPA Direct Debit, das einheitliche europäische Lastschriftverfahren. Es ermöglicht Einzüge in Euro innerhalb des anwendbaren SEPA-Teilnehmer- und Scheme-Rahmens. Es gibt zwei Ausprägungen: SDD Core grundsätzlich für alle Zahler und SDD B2B für Nichtverbraucher bei teilnehmenden Zahlungsdienstleistern.
Wer darf per Lastschrift Geld einziehen?
Der Zahlungsempfänger benötigt die im jeweiligen SEPA-Verfahren erforderliche Gläubigeridentifikation und ein gültiges Mandat des Zahlers. In Deutschland wird die Gläubiger-ID von der Bundesbank vergeben; Verfahren, Voraussetzungen und Rückgaben richten sich zusätzlich nach Scheme und Bankbedingungen.

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