DSGVO-konform

Welche Bank gehört zu dieser IBAN? — Bank aus IBAN ermitteln

4 Min. Lesezeit

Bank aus deutscher IBAN ermitteln

Bei deutschen IBANs ist die Zuordnung eindeutig: An Position 5 bis 12 steht die 8-stellige Bankleitzahl. Die Deutsche Bundesbank veröffentlicht quartalsweise das BLZ-Verzeichnis — eine offizielle Liste aller deutschen Kreditinstitute mit ihren Bankleitzahlen, BIC-Codes, Sitzen und SEPA-Status. Die erste Ziffer der BLZ kennzeichnet außerdem das Clearing-Gebiet (1 = Berlin/Brandenburg/MV, 2 = Bremen/Hamburg/Niedersachsen/SH, 3–4 = NRW, 5 = Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland, 6 = Baden-Württemberg, 7 = Bayern, 8 = Sachsen/Sachsen-Anhalt/Thüringen).

Die vierte Ziffer der BLZ kennzeichnet die Bankengruppe — typische Muster sind "5" für Sparkassen und "6"/"9" für Volks- und Raiffeisenbanken. Direkt- und Privatbanken haben individuelle Bereiche, die historisch gewachsen sind.

Bank aus internationaler IBAN ermitteln

Bei internationalen IBANs ist die Position des Bankcodes pro Land unterschiedlich. In den Niederlanden steht der Bankcode an Position 5–8 als alphabetische Kurzform (RABO, INGB, ABNA …). In Italien und Frankreich kommen mehrstufige Codes (ABI/CAB bzw. Banque/Guichet). In Großbritannien folgt nach dem Bankcode der traditionelle 6-stellige Sort Code, der die Filiale identifiziert.

Für die Identifikation steht europaweit die EBA-Clearing-Datenbank zur Verfügung; SWIFT publiziert die offizielle IBAN-Registry mit den Bank­identifikations­regeln pro Land. Unser Validator erkennt das Land automatisch, prüft das Format und zeigt — soweit in unserer Datenbank vorhanden — den Banknamen, BIC und Standort an.

Was die IBAN nicht verrät

Aus der IBAN lassen sich Land, Bank und Kontonummer ableiten — aber nicht der Kontoinhaber. Die IBAN sagt nichts darüber, wem das Konto gehört, ob es noch aktiv ist, ob ein Pfändungs­schutz besteht oder ob Sondervermögen darauf liegt. Diese Informationen liefert nur die kontoführende Bank selbst.

Seit Februar 2024 schreibt die EU-Verordnung 2024/886 für SEPA-Überweisungen einen Empfängerabgleich (Verification of Payee, VoP) vor. Vor der Freigabe muss die Bank des Zahlers prüfen, ob der eingegebene Empfängername zur IBAN passt. Das Ergebnis wird als "Match", "Close Match" oder "No Match" zurückgemeldet — der Zahler kann dennoch freigeben, trägt dann aber die Haftung.

Zusammenfassung

  • Deutsche IBAN: BLZ an Position 5–12, eindeutig einer Bank zugeordnet (Bundesbank BLZ-Verzeichnis).
  • Internationale IBAN: Bankcode-Position variiert — SWIFT IBAN Registry ist die maßgebliche Quelle.
  • Aus der IBAN allein lässt sich der Kontoinhaber nicht ableiten — dafür dient seit 2024 Verification of Payee.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich aus einer IBAN den Kontoinhaber sehen?
Nein. Aus der IBAN selbst lassen sich nur Land, Bank, BLZ und Kontonummer ableiten, aber nicht der Name des Kontoinhabers. Den Namen prüft seit 2024 die kontoführende Bank über das Verification-of-Payee-Verfahren (VoP).
Was bedeuten die ersten zwei Buchstaben der IBAN?
Die ersten beiden Buchstaben sind der Ländercode nach ISO 3166-1 — DE für Deutschland, AT für Österreich, CH für Schweiz, FR für Frankreich, ES für Spanien usw. Sie identifizieren das Land, in dem das Konto geführt wird, nicht die Staats­angehörigkeit des Inhabers.
Welche Bank hat die BLZ 10010010?
Die BLZ 10010010 gehört zur Postbank (Berlin). Sie können jede deutsche BLZ in unserem Validator nachschlagen — der Banknamen, BIC und Standort werden direkt angezeigt.

Quellen

Im Glossar

Weiterlesen