Fake-IBAN erkennen: 5 Merkmale echter Betrugsmuster
Warnsignal 1: Modulo-97-Test schlägt fehl
Geben Sie die verdächtige IBAN in einen IBAN-Validator ein. Eine formal korrekte IBAN besteht den Modulo-97-Test; eine zufällig erfundene Zeichenfolge scheitert häufig. Der Test bestätigt weder Kontoexistenz noch Kontoinhaber und ist nur der erste formale Prüfschritt.
Warnsignal 2: Länge passt nicht zum Ländercode
Die IBAN-Länge ist länderspezifisch fix. Eine deutsche IBAN hat 22 Zeichen, eine französische 27, eine britische 22, eine maltesische 31. Weicht die Länge ab, ist die IBAN ungültig — der Ländercode wurde vermutlich manuell geändert.
Warnsignal 3: BLZ im deutschen Bundesbank-Verzeichnis nicht auffindbar
Bei deutschen IBANs: Stellen 5–12 in unserer BLZ-Suche prüfen. Findet sich kein aktiver Bundesbank-Eintrag, ist die BLZ für den aktuellen Datenstand nicht belegt; prüfen Sie bei älteren Unterlagen auch mögliche Nachfolge-BLZ.
Warnsignal 4: Name und IBAN passen nicht zusammen (VoP)
Für die von der EU-Verordnung 2024/886 erfassten Zahlungsdienstleister im Euroraum gilt seit 9. Oktober 2025 ein Empfängerabgleich vor der Autorisierung. Meldet Ihre Bank „No Match“ oder „Close Match“, prüfen Sie die Bankverbindung über einen unabhängigen Kanal, bevor Sie fortfahren.
Warnsignal 5: Unplausible Länder-/Empfänger-Kombination
Eine unerwartete Länder- oder Empfängeränderung kann ein Warnsignal sein, beweist aber keinen Betrug. Prüfen Sie die Änderung über einen bereits bekannten Telefonkanal und vergleichen Sie die IBAN mit früheren, unabhängig bestätigten Unterlagen.
Zusammenfassung
- Erster Test: Modulo-97-Validator — ausgedachte IBANs scheitern meist schon hier.
- Zweiter Test: Länge gegen SWIFT IBAN Registry prüfen; bei deutschen IBANs BLZ gegen Bundesbank-Verzeichnis.
- Dritter Test: Verification of Payee — stimmt Empfängername mit IBAN überein? Bei Abweichung stoppen.