QR-Rechnung Schweiz: Wie sie mit der IBAN verknüpft ist

Von Ramon Curto4 Min. Lesezeit

Was die QR-Rechnung ist

Die QR-Rechnung ist das standardisierte Schweizer Rechnungs­format, gepflegt von SIX Group. Sie ersetzt seit Oktober 2022 vollständig die alten orangen und roten Einzahlungs­scheine (ESR/ES). Auf jedem Beleg findet sich ein Swiss QR-Code mit allen Zahlungs­daten — Empfänger, Bank­verbindung, Betrag, Referenz.

Bei den Referenzen gibt es drei Kombinationen: normale IBAN ohne Referenz, normale IBAN mit Creditor Reference nach ISO 11649 und QR-IBAN mit QR-Referenz. Zusätzliche Mitteilungen ersetzen keine erforderliche Referenz.

IBAN vs. QR-IBAN

Eine normale Schweizer IBAN beginnt mit CH und enthält die Bankclearing-Nummer (BC) der Bank. Eine QR-IBAN ist syntaktisch eine normale IBAN, aber die BC liegt im reservierten Bereich 30000–31999. Ob der Empfänger eine QR-Referenz automatisiert zuordnet, hängt von seinem System und den Zahlungsangaben ab.

EigenschaftStandard-IBAN-RechnungQR-IBAN-Rechnung
IBAN-Bereich (BC-Nummer)Beliebige BC30000–31999
ReferenzOhne Referenz oder mit Creditor Reference (SCOR)QR-Referenz nach Zahlungsangaben verwenden
Anwendungs­fallJe nach RechnungsstellerQR-Rechnung mit passender Referenz
Buchhaltung EmpfängerSCOR kann Zuordnung unterstützenZuordnung hängt vom Empfängersystem ab
IBAN vs. QR-IBAN bei Schweizer QR-Rechnungen

QR-Rechnung aus Deutschland bezahlen

Prüfen Sie zuerst die Rechnungswährung und die Zahlungsangaben. Eine Euro-Zahlung an eine erreichbare Schweizer Bank kann über SEPA möglich sein; eine CHF-Zahlung benötigt ein passendes Auslandszahlungsverfahren. Gebühren, Umrechnung und Ausführungszeit ergeben sich aus dem Angebot der beteiligten Banken. Schweizer SEPA-Teilnahme garantiert keine Kostenfreiheit.

SIX empfiehlt für Zahlungen aus dem Ausland eine normale IBAN mit Creditor Reference. Ob Ihre deutsche Bank Swiss QR-Codes und die jeweilige Referenz unterstützt, müssen Sie bei ihr prüfen. Übernehmen Sie eine QR-Referenz nicht ungeprüft als Freitext; klären Sie bei fehlender Unterstützung eine Alternative mit dem Rechnungssteller.

Zusammenfassung

  • Die QR-Rechnung ersetzt die früheren Schweizer Einzahlungsscheine; sie ist keine Pflicht für jede Form der Rechnungsstellung.
  • CH-IBAN: Referenz und Verfahren hängen von der Rechnungsart ab. QR-IBAN im entsprechenden Schweizer Verfahren nutzt die dafür vorgesehene QR-Referenz; Unterstützung und Zuordnung bei Bank und Empfänger prüfen.
  • Aus Deutschland: Bankunterstützung, Referenz, Rechnungswährung und Kosten vor der Zahlung klären.

Häufig gestellte Fragen

Akzeptiert mein deutsches Online-Banking Schweizer QR-Codes?
Das hängt von Ihrer Bank und deren App ab. Prüfen Sie ausdrücklich die Unterstützung des Swiss QR-Codes; ein Scanner für deutsche GiroCodes beweist sie nicht. Wenn das Einlesen scheitert, lassen Sie sich eine unterstützte Zahlungsalternative nennen.
Wann brauche ich CHF, wann reicht EUR?
Maßgeblich sind die Währung der Rechnung und die Vereinbarung mit dem Empfänger. Überweisen Sie eine CHF-Rechnung nicht ohne Abstimmung in EUR: Wechselkurs, Gebühren und Umrechnung können einen offenen Restbetrag verursachen. Lassen Sie sich Zahlungsweg und erforderliche Währung bestätigen.
Was ist die "27-stellige QR-Referenz"?
Eine standardisierte 27-stellige numerische Referenz mit Prüfziffer am Ende (Modulo-10-rekursiv). Sie wird vom Empfänger generiert und identifiziert die Rechnung eindeutig in seiner Buchhaltung. Bei einer normalen IBAN ist auch eine Creditor Reference möglich.
Gibt es ein QR-Rechnung-Äquivalent in Deutschland?
Für SEPA-Überweisungen gibt es den EPC-QR-Code, häufig GiroCode genannt. Er verwendet ein anderes Format als der Swiss QR-Code. Die Unterstützung eines Formats bedeutet deshalb nicht automatisch, dass die Bank-App auch das andere lesen kann.

Quellen

Im Glossar

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